Aktuell

«Die Toten zum Sprechen bringen» – Aktuelle Untersuchungen zu römischen Gräberfeldern der Nordschweiz. Runder Tisch der Gesellschaft Pro Vindonissa mit anschliessender Jahresversammlung.
Am 19.Oktober 2019, 9h30-12h00, im Kongressraum Erdgeschoss, Industriestrasse 19, 5200 Brugg

Gräber machen einen grossen Teil der römischen Hinterlassenschaften in unserer Region aus. Sie geben ein direktes und persönliches Zeugnis der damaligen Menschen. Allerdings sind die sterblichen Überreste und die Grabbeigaben durch den Bestattungsbrauch oft stark verändert und nur fragmentarisch erhalten. Diese Schwierigkeit und allfällige Lösungsansätze werden anhand von den beiden Gräberfeldern Kaiseraugst-Im Sager und Brugg-Remigersteig thematisiert und diskutiert.
Ein grosses Potential zeigt sich durch den Einbezug und die enge Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen und Methoden (Archäologie, Epigraphik, Anthropologie, Archäozoologie, Archäobotanik, Isotopie, aDNA). Aber was lässt sich dadurch zu den einzelnen Personen und ihrem Leben aussagen? Was sind die Möglichkeiten und die Grenzen solcher Untersuchungen?

Programm:
Inputreferat Kaiseraugst-Sager: Sandra Ammann, Römerstadt Augusta Raurica Inputreferat Brugg-Remigersteig: Ana Maspoli, Vindonissa-Professur, Basel
Inputreferat Anthropologie : Cornelia Alder, Anthropologin, IPNA, Basel
Anschliessend Runder Tisch: Moderation Sabine Deschler-Erb, Co-Präsidentin GPV

Aktuelles aus Vindonissa – Führung auf der Ausgrabung Windisch – Breite (Forensik)

mit Jürgen Trumm/Kantonsarchäologie Aargau, Grabungsleiter Vindonissa
Donnerstag 24. Oktober 2019, 17.15 Uhr, Klinikareal Königsfelden (bei Pavillon P6)
Im Anschluss lädt die Gesellschaft zu einem kleinen Umtrunk ein.

Die Kantonsarchäologie Aargau untersucht im Hinblick auf den Neubau der forensischen Klinik ein Areal im Nordosten des römischen Legionslagers. Durch die Grabungsfläche verläuft der Spitzgraben des frühen Legionslagers, der 1938 erstmals von R. Laur-Belart und Ch. Simonett dokumentiert wurde. Der Grabungsleiter Jürgen Trumm präsentiert Ihnen die neusten Erkenntnisse.

Für die Planung bitten wir Sie um eine kurze Anmeldung unter info@provindonissa.ch.

 

Perlen aus dem Archiv

mit Jared Hevi/Archivar der Gesellschaft Pro Vindonissa
Freitag 13. März 2020, 17.00 Uhr, VindonissaMuseum
Im Anschluss lädt die Gesellschaft zu einem kleinen Umtrunk ein.

Im Archiv der Gesellschaft Pro Vindonissa lagern zahlreiche historische Dokumente aus ihrer über hundertjährigenGeschichte. Jared Hevi, der seit 2018 das Archiv betreut, gibt den Mitgliedern einen exklusiven Einblick in seine Tätigkeit, präsentiert den Archivbestand und stellt einzelne Highlights vor. Nutzen Sie die Gelegenheit dieses einzigartige Forschungsarchiv kennen zu lernen.

Für die Planung bitten wir Sie um eine kurze Anmeldung unter info@provindonissa.ch.

 

Bis auf Weiteres: Schätze aus Vindonissa – werde Archäologe. Sonderausstellung im Vindonissa Museum. Im spielerischen Ausstellungsrundgang kann einer von vier wissenschaftlichen Schätzen erforscht werden. Dazu schlüpfen die Besucher in die Rolle eines Archäologen, einer Ausgräberin, eines Restauratoren oder einer Wissenschaftlerin und lösen an vier Stationen Aufgaben. Im Grabungszelt, Grabungscontainer, Labor und im Archiv müssen Fragen richtig beantwortet werden.

Im SRF-Radiointerview nimmt Sie Hannes Flück mit auf einen Rundgang durch die römische Zivilsiedlung von Vindonissa. Hannes Flück ist Autor der 2017 erschienenen Monographie der GPV «Vor den Toren von Vindonissa. Wohnen und Arbeiten in einem Handwerkerquartier in den canabae des Legionslagers (Windisch Zivilsiedlung West 2006 – 2008)». Zum Radiointerview.

 

Frisch gebürstet – Die Kapitolinische Wölfin strahlt in neuem Glanz

Die Kapitolinische Wölfin vor dem Vindonissa Museum ist Sinnbild der Stadt Rom und ihrer Macht. Sie verweist auf die Funktion des Baus als Museum für römische Funde. Die Wölfin setzte über die Jahre Patina an. Deshalb würde ihre Oberfläche diesen Frühsommer sorgfältig gereinigt und einzelne Fehlstellen ausgebessert. Nun strahlt sie wieder wie 1911 zur Eröffnung des Museums.