Statuten

1 Name und Zweck

1.1 Die Gesellschaft Pro Vindonissa ist ein gemeinnütziger Verein nach Art. 66ff. ZGB.

1.2 Sitz der Gesellschaft ist Brugg.

1.3 Die Gesellschaft Pro Vindonissa unterstützt und fördert die Erforschung, Bewahrung und Vermittlung der Ur- und Frühgeschichte und der historischen Quellen im Bereich des ehemaligen Legionslagers von Vindonissa und dessen Umgebung. Sie versteht sich als Teil des kulturellen und wissenschaftlichen Lebens der Region. Zu diesem Zweck kann sie insbesondere:
– Liegenschaften und Grundstücke erwerben oder bewirtschaften;
– Veröffentlichungen herausgeben oder deren Herausgabe unterstützen;
– eigene Veranstaltungen durchführen oder fremde Veranstaltungen unterstützen;
– den Kontakt und die Zusammenarbeit mit Behörden, juristischen Personen und Einzelpersonen im In- und Ausland pflegen;
– die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Hochschulen fördern.

2 Mitgliedschaft, Rechte und Pflichten

2.1 Die Gesellschaft besteht aus: -Einzelmitgliedern;
-Kollektivmitgliedern;
-lebenslänglichen Mitgliedern;
-Ehrenmitgliedern.

2.2 Ehrenmitglieder werden auf Antrag des Vorstandes durch die Mitgliederversammlung ernannt. Sie sind von der Beitragspflicht befreit.

2.3 Mitglied wird man durch Anmeldung beim Vorstand und Bezahlung des entsprechenden Beitrages.

2.4 Für eine lebenslange Mitgliedschaft müssen mindestens 20 Jahresbeiträge aufgewendet werden. Eine lebenslange Mitgliedschaft können nur Einzelmitglieder erwerben.

2.5 Der Mitgliederbeitrag beträgt maximal FR. 50.00 für Studierende, Fr. 100.00 für Einzelmitglieder und Fr. 300.00 für Kollektivmitglieder.

2.6 Über Leistungen der GPV an die Mitglieder entscheidet der Vorstand.

2.7 Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod oder durch Ausschluss. Der Austritt kann nur auf Ende eines Kalenderjahres erfolgen. Bezahlt ein Mitglied seinen Beitrag nicht, wird es aus der Gesellschaft ausgeschlossen.

2.8 Ausscheidende Mitglieder haben keine Ansprüche an das Gesellschaftsvermögen.

2.9 Zur Erfüllung des Vereinszweckes verfügt der Verein über die Beiträge der Mitglieder und die finanziellen oder materiellen Zuwendungen Dritter. Für die Verpflichtungen des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen. Eine persönliche Haftung der Mitglieder ist ausgeschlossen.

3 Organe des Vereins

3.1 Die Mitgliederversammlung

3.1.1 Die Versammlung findet mindestens einmal jährlich statt. Sie kann von mindestens 10% aller Mitglieder jederzeit einberufen werden.
3.1.2 Zur Versammlung muss mindestens zwanzig Tage vorher schriftlich und unter Angabe der Traktanden eingeladen werden.
3.1.3 Anträge zuhanden der Versammlung sind spätestens 10 Tage vor der Versammlung dem Präsidenten oder der Präsidentin schriftlich einzureichen.
3.1.4 Die Versammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfachem Mehr. Das Stimmrecht von Kollektivmitgliedern kann nur beim Vorliegen einer Vollmacht ausgeübt werden.
3.1.5 Die Versammlung wählt
– den Präsidenten oder die Präsidentin
– den Kassier oder die Kassierin;
– 6 bis 10 Vorstandsmitglieder, wobei die Kantonsarchäologie sowie die Gemeinden Brugg und Windisch nach Möglichkeit im Vorstand vertreten sein sollten. Der von der Eidgenossenschaft bestimmte Verwalter des Amphitheaters gehört dem Vorstand an;
– zwei Revisorinnen oder Revisoren;
– Ehrenmitglieder;
– Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler an den Versammlungen.
3.1.6 Die Versammlung genehmigt Jahresbericht und Jahresrechnung, erteilt dem Vorstand D6charge und entscheidet
– über die Höhe der Mitgliederbeiträge;
– über einen allfälligen Ausschluss von Mitgliedern;
– über Statutenänderungen und über weitere ihr vom Vorstand vorgelegte Geschäfte;
– vor einer Auflösung der Gesellschaft über die Verwendung des Vermögens und der Liegenschaften;
– mit Zweidrittelmehrheit über die Auflösung der Gesellschaft.

3.2 Der Vorstand

3.2.1 Der Vorstand ist jeweils auf drei Jahre gewählt; es
besteht keine Beschränkung der Amtszeit.
3.2.2 Der Vorstand konstituiert sich selbst und besetzt
insbesondere folgende Ressorts:
– Aktuar oder Aktuarin;
– Redaktor oder Redaktorin der Publikationen;
Verantwortlicher oder Verantwortliche für die Betreuung des Auftrittes auf elektronischen Informationssystemen,
– Mitgliederbetreuer oder Mitgliederbetreuerin; – Chef oder Chefin des Bauwesens;
– Betreuer oder Betreuerin des Gesellschaftsarchivs.
Ein Vorstandsmitglied kann maximal zwei Ressorts innehaben.
3.2.3 Der Vorstand
– leitet die Gesellschaft und vertritt diese nach aussen.
– ernennt drei Mitglieder der Museumskommission.
– ernennt eine Baukommission für die ihr gehörenden Liegenschaften.

3.3 Die Revisoren

3.3.1 Die Revisoren und Revisorinnen prüfen die vom Vorstand verabschiedete Rechnung und stellen der Mitgliederversammlung darüber Antrag.
3.3.2 Sie erteilen und gewähren gemeinsam mit dem Kassier oder der Kassierin den kantonalen Behörden auf deren Antrag, Einsicht in die Rechnungsführung des Museumbetriebes.

4 Schlussbestimmungen

4.1 Auflösung der Gesellschaft

4.1.1 Für eine Auflösung der Gesellschaft ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der Stimmenden an einer Mitgliederversammlung nötig.
4.1.2 Bei einer Auflösung der Gesellschaft fallen gemäss der Vereinbarung mit dem Kanton Aargau vom 16.02.2000:
a) Die Bodenfunde ins Eigentum des Kantons Aargau.
b) Das Gesellschaftsarchiv ins Eigentum des Kantons Aargau mit der Auflage, dass es im Staatsarchiv Aargau aufbewahrt werden muss.
c) Die Bibliothek ins Eigentum des Kantons Aargau mit der Auflage, dass sie in der Kantonsarchäologie aufbewahrt werden muss.
d) Die Titel der Reihen ( Veröffentlichungen) ins Eigentums des Kantons Aargau.
4.1.3 Die Verwendung der Liegenschaften und der übrigen Vermögenswerte muss durch die Mitgliederversammlung vor einem Auflösungsbeschluss definitiv geregelt werden.
4.1.4 Ansprüche von Mitgliedern ans Gesellschaftsvermögen sind ausgeschlossen.

4.2 Die neuen Statuten treten mit der Annahme durch die Mitgliederversammlung in Kraft. Sie ersetzen die Statuten vom 11. Oktober 2003. Sie wurden mit dem Jahresbericht der Gesellschaft Pro Vindonissa für das Jahr 2006 an alle Mitglieder versandt.

Brugg, den 20. Januar 2007
Der Präsident: Der Aktuar
Walter Tschudin Mario Etzensberger